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Kategorie: Leben

Die Zukunft der Wirtschaft

“Code Jonathan” eine Kurzgeschichte von Aristidis Selalmazidis

Das Wirtschaftssystem bricht zusammen, die gesamte Welt sieht sich mit einem scheinbar unlösbaren Problem konfrontiert. Eine rettende Idee erreicht jeden Einzelnen auf der Welt per E-Mail. Die Menschheit wird zur ehrlichen Zusammenarbeit aufgerufen, zwischenmenschliches Vertrauen ist gefragt, denn nur das Miteinander kann jetzt noch die Welt retten.

Leseprobe

Jonathan wacht in dem kleinen Haus mit Blick auf den Seglerhafen auf und blinzelt in die Sonne Südfrankreichs, die durch die großen Fenster scheint. Ihm wird bewusst, dass er nicht mehr träumt und dass sie bei ihm ist. Jonathan setzt sich kurz entschlossen auf. Irgendetwas stimmt nicht. >>Was geht da vor?<<, fragt er mit besorgtem Unterton. Sie antwortet, indem sie ihren eleganten Kimono etwas glatt streicht und ihn zu sich winkt. Als er hinter ihr steht, erfasst er auf dem Bildschirm die Unruhe der Nachrichtensprecherin. Im Hintergrund sind in kleinen eingeblendeten Fenstern Korrespondenten von den großen Finanzzentren der Erde zu sehen. Die Grafik der Kurse braucht im Grunde keine Erläuterung. Die Linie ist rot und fällt steil ab wie ein Pfeil, der in den Boden geschossen wird. Jonathan ist schlagartig hellwach. Alle Aktien, ohne Ausnahme, sind nahezu auf null gefallen – an allen Börsen der Welt, zur selben Zeit……

Unsere persönliche Freiheit

Wir sind als Menschen dazu bestimmt frei zu sein, denn sobald wir in die Welt geboren sind, sind wir für alles verantwortlich, was wir tun. Unsere persönliche Freiheit lebt von der Übernahme unserer Verantwortung.

Wahrnehmung

Man bekommt leicht den Eindruck, dass wir in einer grausamen Welt leben. Besonders wenn man häufig die Nachrichten verfolgt. Krisen, Kriege und politische Ratlosigkeit. Leider sind die Nachrichten oft nur die Auswahl von schlechten Nachrichten. Für gute Nachrichten ist kein Platz auf den Titelblättern und zur Hauptsendezeit. Schlechte Nachrichten verkaufen sich besser. Halten wir fest, was wir vorgesetzt bekommen, ist nicht die ganze Wahrheit über die aktuellen Ereignisse. Die vielen guten Nachrichten, die sich laut und leise in der Welt der ereignen, kommen zu wenig bei uns an. Doch die Welt ist doch voll von guten Nachrichten und Ereignissen, wenn wir nur hinsehen wollen. Unsere Wahrnehmung ist auf schlechte Ereignisse ausgerichtet, das ist das Problem.

Unser Fehler ist, dass wir zu sehr die Fehler suchen

Statt die Freude und Schönheit des Lebens zuzulassen, verlieren wir uns in schlechten Gedanken. Den wenigsten gelingt das Gegenteil und diese werden auch noch von anderen als naive Optimisten bezeichnet und leider mehr beneidet oder gar verachtet statt bewundert. Die Menschen mit ausgeprägter Lebensfreude könnten uns auch als Vorbild dienen, um die Quelle der Lebensfreude für uns selbst zu finden.  Machen wir uns klar, dass unsere Wahrnehmung uns täuscht. Sie erfahren die Welt nicht wie sie ist, sondern ganz subjektiv so, wie wir sie erfahren wollen. Das belegt die moderne Psychologie und erklärt uns auch die Jahrtausende alte Philosophie.

Der gleiche sonnige Tag beginnt, ohne dass schon viel passiert ist, für zwei Menschen im gleichen Haus, völlig unterschiedlich. Erwartungen und Emotionen steuern unser Bild, das wir uns von diesem neuen sonnigen Tag machen. Und so wird der Tag dann erst einmal auch, weil wir so entschieden haben. Dies lässt sich auf alle Bereiche übertragen. Und gerade jetzt neigen wir dazu, unsere Welt als durchweg schlecht dazustellen.

„Lassen Sie uns trotz aller Kontroversen nicht vergessen, dass unser Land eine höhere Stabilität erreicht hat als (jemals) in früheren Zeiten.“

Diese Worte Helmut Schmidts ergriffen gestern Abend rund 6 Millionen Menschen, die die Bambi-Verleihung sahen. Wenn uns Ängste und unser negativer Blick leiten, wirkt sich das nicht nur auf unser Gemüt aus, sondern auch auf unsere Entscheidungen. Helmut Schmidt brauchte es auf den Punkt, wir vergessen zu leicht, was schon erreicht wurde und wer uns soweit gebraucht hat. Wäre es nicht gerade in unserer Zeit soweit, die negative Wahrnehmung umzukehren, um Kraft für sich selbst und andere zu schöpfen?

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