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Kategorie: Menschen

Wahrnehmung

Man bekommt leicht den Eindruck, dass wir in einer grausamen Welt leben. Besonders wenn man häufig die Nachrichten verfolgt. Krisen, Kriege und politische Ratlosigkeit. Leider sind die Nachrichten oft nur die Auswahl von schlechten Nachrichten. Für gute Nachrichten ist kein Platz auf den Titelblättern und zur Hauptsendezeit. Schlechte Nachrichten verkaufen sich besser. Halten wir fest, was wir vorgesetzt bekommen, ist nicht die ganze Wahrheit über die aktuellen Ereignisse. Die vielen guten Nachrichten, die sich laut und leise in der Welt der ereignen, kommen zu wenig bei uns an. Doch die Welt ist doch voll von guten Nachrichten und Ereignissen, wenn wir nur hinsehen wollen. Unsere Wahrnehmung ist auf schlechte Ereignisse ausgerichtet, das ist das Problem.

Unser Fehler ist, dass wir zu sehr die Fehler suchen

Statt die Freude und Schönheit des Lebens zuzulassen, verlieren wir uns in schlechten Gedanken. Den wenigsten gelingt das Gegenteil und diese werden auch noch von anderen als naive Optimisten bezeichnet und leider mehr beneidet oder gar verachtet statt bewundert. Die Menschen mit ausgeprägter Lebensfreude könnten uns auch als Vorbild dienen, um die Quelle der Lebensfreude für uns selbst zu finden.  Machen wir uns klar, dass unsere Wahrnehmung uns täuscht. Sie erfahren die Welt nicht wie sie ist, sondern ganz subjektiv so, wie wir sie erfahren wollen. Das belegt die moderne Psychologie und erklärt uns auch die Jahrtausende alte Philosophie.

Der gleiche sonnige Tag beginnt, ohne dass schon viel passiert ist, für zwei Menschen im gleichen Haus, völlig unterschiedlich. Erwartungen und Emotionen steuern unser Bild, das wir uns von diesem neuen sonnigen Tag machen. Und so wird der Tag dann erst einmal auch, weil wir so entschieden haben. Dies lässt sich auf alle Bereiche übertragen. Und gerade jetzt neigen wir dazu, unsere Welt als durchweg schlecht dazustellen.

„Lassen Sie uns trotz aller Kontroversen nicht vergessen, dass unser Land eine höhere Stabilität erreicht hat als (jemals) in früheren Zeiten.“

Diese Worte Helmut Schmidts ergriffen gestern Abend rund 6 Millionen Menschen, die die Bambi-Verleihung sahen. Wenn uns Ängste und unser negativer Blick leiten, wirkt sich das nicht nur auf unser Gemüt aus, sondern auch auf unsere Entscheidungen. Helmut Schmidt brauchte es auf den Punkt, wir vergessen zu leicht, was schon erreicht wurde und wer uns soweit gebraucht hat. Wäre es nicht gerade in unserer Zeit soweit, die negative Wahrnehmung umzukehren, um Kraft für sich selbst und andere zu schöpfen?

Entscheidungen

Heutzutage scheint alles und jeder in einer Abhängigkeit zur Wirtschaft zu stehen. Wo man es jedoch bei Firmen noch bis zu einem gewissen Grad hinnimmt, existieren dennoch Institutionen und Orte, die ohne jeden Zweifel abseits dieser Abhängigkeit existieren sollten. Ein Bespiel für einen solchen Ort, wäre das Gericht. Doch die Realität lehrt uns das Gegenteil. Die TU Darmstadt hat in einer Studie herausgefunden, dass die Urteile deutscher Arbeitsgerichte stark konjunkturabhängig sind. Je schlechter die Arbeitsmarktsituation in der Region, desto besser die Chancen des Arbeitnehmers vor Gericht.

„Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass Arbeitsrichter das Schutzbedürfnis von Arbeitnehmern je niedriger bewerten, desto besser die wirtschaftliche Situation in der Region ist – und umgekehrt“ Professor Dr. Neugart (Quelle: TU Darmstadt)

In der Studie wurden insgesamt 221 Arbeitsrechtsprozesse ausgewertet, die zwischen August 2003 und September 2006 an 33 Arbeitsgerichten in zwölf Bundesländern entschieden worden waren. Es wurde bewiesen, dass äußere Faktoren die Urteile beeinflussen. Je geringer zum Beispiel die Arbeitslosigkeitkeit in der Region war, desto wahrscheinlicher war es, dass ein Urteil gegen den Arbeitnehmer ausgesprochen wurde. Es verwundert daher auch kaum, dass Frauen von mehrheitlich weiblich besetzten Kammern profitierten und Männer vom entgegengesetzten Fall.

Wie kann es sein, dass so etwas möglich ist? Angeblich wird doch in Wirtschaft und in Institutionen nach Vernunft bzw. Sachlichkeit entschieden, nicht nach menschlichen Gefühlen. Ist etwa doch Menschlichkeit in allen Facetten im System, versteckt hinter den sachlichen Fassaden?

Menschlichkeit und Erfolg

Mehr Menschlichkeit in seinem Leben zu finden bedeutet neben einem humanen Umgang unereinander, auch seinen Geist und sein Herz zu schulen. Ein solchermaßen aufgeklärter Mensch wird weiter lernen und anderen sein Wissen bereitwillig weitergeben. Das ist eine großartige Sache, die sich weiter fortpflanzt, sich aber nicht unbedingt in sensationellen Veränderungen zeigen muss. Und trotzdem handelt es sich um einen Erfolg. Bei dieser Art von Erfolg sieht man Menschen einfach an, dass sie zufrieden, glücklich und erfolgreich sind. Sie haben begonnen das Leben zu verstehen. Es erwacht ein neues Bewusstsein und breitet sich im persönlichen Leben aus, wie die Sonnenstrahlen an einem neuen Morgen.

Das neue Bewusstsein wartet in jedem von uns auf sein Erwachen.

Sobald ein Mensch die Tür nach innen öffnet, schwingt die Tür auf. Wer wirklich etwas ändern möchte, kann sich hierfür entscheiden. Es ist keine Frage der Möglichkeiten, es ist eine Frage der Entscheidung und die wahre Herausforderung dabei, ist die Veränderung der eigenen mentalen Haltung.

Die Motivation, sich selbst mehr anzuschauen, ist vielfältiger Natur. Bei dem Einen ist es ein inneres seelisches Verlangen, bei dem Anderen die Neugier oder der Wunsch in materieller Hinsicht erfolgreicher zu werden. Ob ich nun aber den Traumpartner fürs Leben , einen Beruf oder ein neues Verhalten finden möchte, es gelingt mir besser, wenn ich mein Bewusstsein im Innen wecke. So ermögliche ich den Sonnenstrahlen sich auszubreiten, habe Erfolg und wirke gleichzeitig auf mein Umfeld ein.