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Entscheidungen

Heutzutage scheint alles und jeder in einer Abhängigkeit zur Wirtschaft zu stehen. Wo man es jedoch bei Firmen noch bis zu einem gewissen Grad hinnimmt, existieren dennoch Institutionen und Orte, die ohne jeden Zweifel abseits dieser Abhängigkeit existieren sollten. Ein Bespiel für einen solchen Ort, wäre das Gericht. Doch die Realität lehrt uns das Gegenteil. Die TU Darmstadt hat in einer Studie herausgefunden, dass die Urteile deutscher Arbeitsgerichte stark konjunkturabhängig sind. Je schlechter die Arbeitsmarktsituation in der Region, desto besser die Chancen des Arbeitnehmers vor Gericht.

„Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass Arbeitsrichter das Schutzbedürfnis von Arbeitnehmern je niedriger bewerten, desto besser die wirtschaftliche Situation in der Region ist – und umgekehrt“ Professor Dr. Neugart (Quelle: TU Darmstadt)

In der Studie wurden insgesamt 221 Arbeitsrechtsprozesse ausgewertet, die zwischen August 2003 und September 2006 an 33 Arbeitsgerichten in zwölf Bundesländern entschieden worden waren. Es wurde bewiesen, dass äußere Faktoren die Urteile beeinflussen. Je geringer zum Beispiel die Arbeitslosigkeitkeit in der Region war, desto wahrscheinlicher war es, dass ein Urteil gegen den Arbeitnehmer ausgesprochen wurde. Es verwundert daher auch kaum, dass Frauen von mehrheitlich weiblich besetzten Kammern profitierten und Männer vom entgegengesetzten Fall.

Wie kann es sein, dass so etwas möglich ist? Angeblich wird doch in Wirtschaft und in Institutionen nach Vernunft bzw. Sachlichkeit entschieden, nicht nach menschlichen Gefühlen. Ist etwa doch Menschlichkeit in allen Facetten im System, versteckt hinter den sachlichen Fassaden?

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